Auftakt In Kln

Auftakt In Kln

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Heute hat am Klner Landgericht der Prozess um den wohl grten Kunstflscherskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte begonnen. Es geht um die fiktive Sammlung Jgers und die ebenfalls erfundene Sammlung Wilhelm Knops.

Entsprechend der Tragweite des Falls war das Medieninteresse gewaltig. Mehrere Dutzend Journalisten, Fotografen und Kamerateams internationaler Herkunft versammelten sich im groen Saal 7, um die Angeklagten, den mutmalichen Flscher und Hehler Wolfgang Beltracchi, dessen Ehefrau Helene Beltracchi sowie Otto Schulte-Kellinghaus, erstmals zu Gesicht zu bekommen.
Ihnen wird vorgeworfen, sich vor ber zehn Jahren zusammengeschlossen zu haben, um in arbeitsteiliger Vorgehensweise geflschte Kunstwerke der Klassischen Moderne in den Verkehr zu bringen darunter angebliche Arbeiten von Max Ernst, Max Pechsteinund Heinrich Campendonk. Helene Beltracchis Schwester, Jeanette S., soll zudem 2003 in die Plne der Bande eingeweiht worden sein und sich dieser angeschlossen haben. Sie sa heute ebenfalls auf der Anklagebank.

Der mutmaliche Flscher Wolfgang Beltracchi selbst erschien offensichtlich entspannt und ausgesprochen gut gelaunt im Verhandlungssaal mit weit aufgeknpftem, weiem Hemd und dem schulterlangen, gelockten, graublonden Haaren entsprach er vor allem gngigen Knstlerklischees. Aussagen der Beschuldigten werden erst fr die kommenden Verhandlungstage erwartet. Der Wahlverteidiger Beltracchis, der medienerfahrene Klner Anwalt Reinhard Birkenstock, der bereits Fernseh-Metereologen Jrg Kachelmann vertreten hat, wird sich spter vor der versammelten Presseschar darum bemhen, den Eindruck der vlligen Lssigkeit des Beschuldigten ein wenig zu schmlern und beschreibt den Journalisten die harten Bedingungen der Untersuchungshaft und die Enge der Zelle als wre sein Mandant soeben ber die Seufzerbrcke in Venedig gegangen.

Inhaltlich wurde beim Prozessauftakt nicht viel Neues bekannt. Die Staatsanwltin verlas geschlagene eineinhalb Stunden lang die Anklageschrift und ging dabei auf jedes einzelne der insgesamt 14 Werke und dessen Verkaufsgeschichte ein. Kurz danach schloss der Vorsitzende Richter Wilhelm Kremer die Sitzung bereits wieder. Die Ermittlungen seien noch gar nicht abgeschlossen. Erst gestern habe man sechs Aktenordner mit Kontoauszgen aus Andorra erhalten, die nun erst einmal eingescannt und an die Beteiligten weitergereicht werden mssten.

Fr den Prozess sind 40 Verhandlungstage vorgesehen, der kommende wird am 21. September stattfinden. Mit einem Urteil wird nicht vor Mrz 2012 gerechnet. Helene Beltracchis Schwester, Jeanette S., soll zudem 2003 in die Plne der Bande eingeweiht worden sein und sich dieser angeschlossen haben. Sie sa heute ebenfalls auf der Anklagebank. Entsprechend der Tragweite des Falls war das Medieninteresse gewaltig. Mehrere Dutzend Journalisten, Fotografen und Kamerateams internationaler Herkunft versammelten sich im groen Saal 7, um die Angeklagten, den mutmalichen Flscher und Hehler Wolfgang Beltracchi, dessen Ehefrau Helene Beltracchi sowie Otto Schulte-Kellinghaus, erstmals zu Gesicht zu bekommen. Kurz danach schloss der Vorsitzende Richter Wilhelm Kremer die Sitzung bereits wieder. Die Ermittlungen seien noch gar nicht abgeschlossen. Erst gestern habe man sechs Aktenordner mit Kontoauszgen aus Andorra erhalten, die nun erst einmal eingescannt und an die Beteiligten weitergereicht werden mssten.


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